Auf Kaufland verkaufen 2026: Warum der Einstieg jetzt der richtige Schritt ist

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Grafik im Bare-Marketing-CI: Auf Kaufland verkaufen 2026, sieben Länder wachsen auf neun

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Kaufland.de ist längst kein rein deutscher Marktplatz mehr. Über den Kaufland Global Marketplace, also den zentralen Verkäuferzugang für sämtliche Länder-Marktplätze von Kaufland, verkaufen Händler heute in sieben Ländern: Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei, Frankreich und Italien. Für 2026 ist die Expansion in zwei weitere Märkte angekündigt, Spanien und die Niederlande. Damit wächst das Netzwerk auf neun Länder, alle erreichbar über einen einzigen Account. Wer 2026 auf Kaufland verkaufen will, trifft deshalb auf ein Umfeld, das sich gerade erst öffnet.

Für Seller, also Händler und Marken, die ihre Produkte selbst über den Marktplatz verkaufen, ist das eine klare Gelegenheit. Wer vor der Expansion live ist, profitiert von einem Vorteil, den man auf Amazon schon lange nicht mehr hat: einem Marktplatz mit überschaubarem Wettbewerb und einer Plattform, die aktiv Händler aus dem europäischen Ausland aufnimmt. Als registrierte Kaufland-Partneragentur begleiten wir diesen Einstieg täglich und ordnen im Folgenden ein, worauf es 2026 wirklich ankommt.

Ein Account, sieben Länder, bald neun

Das Modell des Kaufland Global Marketplace basiert auf einem zentralisierten Händler-Account. Wer einmal onboarded ist, also einmal freigeschaltet wurde, kann sein Sortiment in allen verfügbaren Märkten listen, ohne für jedes Land separate Accounts oder Vertragsbeziehungen aufzubauen. Listings lassen sich über eine zentrale Oberfläche verwalten, Preisstrategie und Bestandssteuerung laufen zusammen. Über das gesamte Netzwerk erreichen Händler damit rund 139 Millionen potenzielle Online-Käufer in Europa.

Das macht die Plattform vor allem für Marken interessant, die in mehreren deutschsprachigen und europäischen Märkten präsent sein wollen, ohne den operativen Aufwand eines Amazon-Pan-European-Setups, bei dem für jeden Ländermarkt eigene Prozesse und Lager koordiniert werden müssen.

Mit der geplanten Expansion nach Spanien und in die Niederlande kommt 2026 Kaufkraft in zwei weiteren Märkten hinzu. Spanien zählt zu den fünf größten E-Commerce-Märkten Europas. Die Niederlande sind bekannt für überdurchschnittliche Online-Kaufbereitschaft und eine Bevölkerung, die stark auf Marktplätze setzt. Der Start beider Marktplätze ist für den späteren Jahresverlauf 2026 vorgesehen, steht also unmittelbar bevor.

Was der Einstieg kostet

Die Kostenstruktur auf Kaufland ist transparent und vergleichsweise einfach:

  • Grundgebühr: 39,95 Euro netto pro Monat im Basic-Tarif. Für werbeaktive Händler gibt es zusätzlich einen Plus-Tarif für 59,95 Euro netto pro Monat, der ein monatliches Werbeguthaben enthält.
  • Provision: kategorieabhängig ab 6,5 Prozent, in den meisten Kategorien zwischen 7 und rund 15 Prozent. Die Provision ist die prozentuale Gebühr, die Kaufland pro Verkauf auf den Bruttopreis inklusive Versand einbehält.
  • Keine gesonderten Listing-Gebühren: Das Einstellen von Angeboten kostet nichts.
  • Fulfillment: Kaufland bietet mit Fulfillment by Kaufland eine eigene Logistiklösung an, ähnlich wie FBA (Fulfillment by Amazon, die Lager- und Versandabwicklung durch die Plattform). Verpflichtend ist sie nicht.

Zum Vergleich: Amazon erhebt für das Professional-Verkäuferkonto 39 Euro netto pro Monat, dazu kommen Provisionen von 7 bis 15 Prozent (in einzelnen Kategorien höher) sowie optionale FBA-Gebühren und Werbekosten, die bei einem voll ausgebauten Account schnell einen drei- bis vierstelligen Monatsbetrag erreichen. Einen strukturierten Kostenvergleich der wichtigsten Plattformen finden Sie in unserem Marktplatzvergleich zwischen Amazon, Kaufland und OTTO.

Steuern beim Verkauf ins EU-Ausland: OSS und USt-ID

Wer über einen Account in mehreren Ländern verkauft, verkauft steuerlich ins EU-Ausland. Sobald die EU-weite Lieferschwelle von 10.000 Euro netto pro Jahr überschritten wird, ist die Umsatzsteuer im jeweiligen Zielland fällig. Das bedeutet nicht zwingend eine Registrierung in jedem Land: Über das OSS-Verfahren (One-Stop-Shop), ein zentrales Meldeverfahren der Finanzverwaltung, lassen sich alle EU-Auslandsumsätze gebündelt in Deutschland melden.

Grundvoraussetzung für den grenzüberschreitenden Verkauf ist eine gültige USt-ID (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer), die Ihr Unternehmen für Geschäfte innerhalb der EU ausweist. Wir empfehlen, die steuerliche Struktur vor dem Start in mehreren Ländern mit einer auf E-Commerce spezialisierten Steuerberatung abzustimmen.

EPR: Der häufigste Grund für geblockte Produkte

Kaufland setzt EPR-Registrierungen konsequent durch. EPR steht für Extended Producer Responsibility, also die erweiterte Herstellerverantwortung: Wer bestimmte Produkte in Verkehr bringt, muss sich um deren spätere Entsorgung kümmern und das nachweisen. Wer ohne gültige Registrierungsnummern listet, bekommt seine Produkte geblockt.

Konkret bedeutet das für Deutschland:

  • Verpackungen: LUCID-Registrierung im Verpackungsregister der Zentralen Stelle Verpackungsregister. LUCID ist das offizielle Register, in dem sich Inverkehrbringer von Verpackungen eintragen.
  • Elektronikartikel: Registrierung bei der Stiftung EAR, der zuständigen Stelle für Elektro- und Elektronikgeräte.
  • Batterien und Akkus: Eintrag im Batterieregister.

Österreich, Polen und die weiteren Länder haben eigene nationale Anforderungen. Wer von Anfang an in mehreren Ländern aktiv sein will, sollte die EPR-Situation pro Markt klären, bevor Listings live gehen. Ein fehlender Registrierungsnachweis ist der häufigste Grund für geblockte Produkte bei neuen Kaufland-Sellern.

KI-Tools für Seller: bereits im Account integriert

Kaufland hat im Januar 2026 bestätigt, dass bereits mehrere KI-basierte Tools zur Effizienzoptimierung im Seller-Portal verfügbar sind. KI meint hier künstliche Intelligenz, also Software, die Aufgaben automatisiert übernimmt, die sonst manuelle Arbeit erfordern.

Zwei Beispiele sind direkt nutzbar: Ailora, ein KI-gestützter Chatassistent direkt im Seller-Portal, sowie Smart Pricing, ein integriertes Repricing-Tool. Repricing bedeutet, dass die Software Ihre Preise rund um die Uhr automatisch an die Wettbewerbssituation anpasst, innerhalb von Ihnen definierter Ober- und Untergrenzen. Ergänzt wird das durch KI-Unterstützung bei der Internationalisierung, etwa bei der Übersetzung von Produktdaten in die jeweilige Landessprache.

Das ist relevant, weil der Marktplatz damit auch für kleine und mittlere Händler ohne eigenes Tech-Team zugänglicher wird. Wer bisher vor dem operativen Aufwand der Multi-Marktplatz-Verwaltung zurückgeschreckt ist, bekommt einen niedrigeren Einstiegspunkt.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Kaufland hat derzeit deutlich weniger aktive Seller als Amazon. Das bedeutet: Listings werden sichtbarer, organisches Ranking ist leichter zu erreichen, und der Preisdruck durch Wettbewerber ist geringer.

Wer jetzt auf Kaufland geht, baut Sichtbarkeit und Bewertungen auf, bevor die Expansion nach Spanien und in die Niederlande den Marktplatz für eine breitere Masse an europäischen Händlern attraktiv macht. Das ist dasselbe Timing-Argument, das bei Amazon vor zehn Jahren gegolten hätte.

Für DACH-Marken mit einem bereits funktionierenden Amazon-Setup ist Kaufland der naheliegende nächste Kanal. Die technische Integration über Multichannel-Tools ist erprobt, der administrative Aufwand überschaubar. Auch OTTO ist für viele Marken ein sinnvoller Zusatzkanal, funktioniert aber anders und bleibt vorerst auf die DACH-Region beschränkt.

Was Marken konkret tun sollten

  1. EPR-Status klären. Ohne gültige Registrierungen keine aktiven Listings.
  2. Produktdaten für Kaufland aufbereiten. Die Anforderungen an Produktbilder, Beschreibungen und technische Daten weichen leicht von Amazon ab.
  3. Fulfillment entscheiden. Kaufland bietet eigene Logistik an, viele Seller nutzen aber ihr bestehendes Fulfillment-Setup weiter.
  4. Preisstrategie pro Markt festlegen. Was auf Amazon.de funktioniert, muss nicht auf Kaufland.de und nicht auf Kaufland.pl denselben Effekt haben.

Häufige Fragen zum Kaufland Global Marketplace

In welchen Ländern kann ich über Kaufland Global Marketplace verkaufen?

Aktuell in sieben Ländern: Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei, Frankreich und Italien. Für 2026 sind Spanien und die Niederlande angekündigt, womit das Netzwerk auf neun Länder wächst. Alle Märkte sind über einen einzigen Seller-Account erreichbar.

Was kostet der Verkauf auf Kaufland?

Eine monatliche Grundgebühr ab 39,95 Euro netto (Basic-Tarif) sowie eine kategorieabhängige Verkaufsprovision ab 6,5 Prozent, in den meisten Kategorien zwischen 7 und rund 15 Prozent. Das Einstellen von Angeboten ist kostenlos, gesonderte Listing-Gebühren fallen nicht an.

Was ist EPR und warum ist sie für Kaufland-Seller wichtig?

EPR steht für Extended Producer Responsibility, die erweiterte Herstellerverantwortung. In Deutschland betrifft das vor allem Verpackungen (LUCID), Elektronikartikel (Stiftung EAR) und Batterien (Batterieregister). Ohne gültige Registrierungsnummern werden Produkte auf Kaufland geblockt. Es ist der häufigste Grund für gesperrte Listings bei neuen Sellern.

Brauche ich für den Verkauf ins EU-Ausland eine OSS-Registrierung?

Sobald Sie die EU-weite Lieferschwelle von 10.000 Euro netto pro Jahr überschreiten, wird die Umsatzsteuer im Zielland fällig. Über das OSS-Verfahren (One-Stop-Shop) melden Sie diese Auslandsumsätze gebündelt in Deutschland, statt sich in jedem Land einzeln zu registrieren. Eine gültige USt-ID ist Grundvoraussetzung.

Lohnt sich der Einstieg auf Kaufland 2026 noch?

Ja. Kaufland hat aktuell deutlich weniger aktive Seller als Amazon, dadurch sind Listings sichtbarer und der Preisdruck geringer. Wer vor der Expansion nach Spanien und in die Niederlande startet, baut Sichtbarkeit und Bewertungen auf, bevor der Wettbewerb zunimmt.

Wie unterscheidet sich Kaufland von Amazon?

Kaufland ist günstiger im Einstieg, weniger umkämpft und bringt Cross-Border-Reichweite über einen Account mit. Amazon bietet mehr Volumen pro Produkt und eine ausgereiftere Werbeinfrastruktur. Für die meisten Marken ist Kaufland deshalb ein starker Zusatzkanal, kein Ersatz. Details im Marktplatzvergleich.

Kaufland als nächsten Kanal aufbauen

Bare Marketing baut für Hersteller und Marken Marktplatz-Präsenzen auf, die funktionieren, auf Amazon, Kaufland, OTTO und weiteren Plattformen, aus einer Hand. Wer Kaufland als nächsten Kanal in Betracht zieht, aber nicht weiß, wo anfangen: Wir analysieren Sortiment, EPR-Situation und Potenzial und zeigen, was realistisch erreichbar ist. Mehr zu unserer Arbeit auf der Seite Kaufland Marktplatz und im Überblick unserer Marktplatz-Strategie. Eine transparente Übersicht der Zusammenarbeit finden Sie unter Pakete und Preise.

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