Amazon Vendor Agentur

Amazon Vendor: wenn Amazon dein Kunde ist

Als Vendor verhandelst du nicht mit Endkunden, sondern mit einem Einkäufer, der Kennzahlen liest. Wir übernehmen Vendor Central operativ: Bestellungen, Chargebacks, Fehlmengen, Content und Werbung. Und wir bereiten dein Jahresgespräch mit Zahlen vor.

Erfahrung ausVendor CentralSeller CentralHybrid

Werbung über die
Vendor-Konsole
9,16%

Erreichter ACOS 9,16 % Branchenüblich in Haus und Garten 15 bis 25 % 888.454 € Werbeumsatz 12.049 Bestellungen, ROAS 10,9, Hybrid aus Vendor und Seller

Hersteller von Grill- und Gartenprodukten. Details in unseren Ergebnissen.

Typische Baustellen

Vendor ist bequem, bis man die Abrechnung liest

Amazon bestellt, Amazon liefert aus, Amazon kümmert sich um den Kunden. Der Preis dafür steht klein gedruckt in den Abzügen. Diese fünf Themen kosten Vendoren am meisten Geld und Nerven.

Chargebacks. Automatische Abzüge für Etikettierung, Kartongewicht, Lieferavis oder verspätete Anlieferung. Sie tauchen erst nach dem Wareneingang auf und werden deshalb leicht übersehen. In Summe frisst das spürbar Marge.

Fehlmengen und Rechnungsabzüge. Amazon meldet weniger erhaltene Ware, als du geliefert hast. Ohne saubere Dokumentation und konsequente Nachverfolgung bleibt das Geld weg.

Das Jahresgespräch. Höhere Konditionsforderungen, ohne dass jemand erklärt, wofür. Wer ohne Datenlage in die Verhandlung geht, unterschreibt, was vorgelegt wird.

Bestellverhalten. Mal riesige Bestellungen mit engem Zeitfenster, dann monatelang gar nichts. Ohne Prognose planst du Produktion und Lager im Blindflug.

Kontrolle über den Inhalt. Amazon überschreibt Titel und Bilder, alte Produktdaten tauchen wieder auf. Ohne aktiven Markenschutz verlierst du die Hoheit über deine eigenen Seiten.

Kein Ansprechpartner. Viele Vendoren werden rein automatisiert betreut. Wer trotzdem etwas erreichen will, braucht die richtigen Wege und Beharrlichkeit.

Die andere Seite

Was Vendor kann, was Seller nicht kann

Trotz aller Reibung gibt es gute Gründe, warum etablierte Hersteller im Vendor-Modell bleiben. Diese Vorteile lassen sich als Seller nicht nachbauen. Die Gesamtsicht auf den Kanal steht auf der Seite zur Amazon Agentur, der Überblick über alle Kanäle unter Marktplätze.

Kriterium Als Vendor Als Seller
Wahrnehmung „Verkauf und Versand durch Amazon”, das höchste Vertrauenssignal auf der Plattform Händlername neben dem Angebot
Planbarkeit Feste Bestellungen und Zahlungsziele statt Einzelverkäufe Umsatz schwankt mit der Nachfrage
Operativer Aufwand Kein Endkundenversand, kein Kundenservice, keine Retourenabwicklung Alles in eigener Verantwortung
Werbeformate Eigene Konsole mit zusätzlichen Formaten und tieferen Auswertungen Self-Service-Spektrum
Marktanalysen Zugriff auf detaillierte Abverkaufs- und Kategoriedaten Nur eigene Verkaufsdaten
Skalierung Große Volumina ohne eigenen Logistikaufbau Wachstum erfordert Logistikkapazität
Zugang Nur auf Einladung durch Amazon Offen für jeden

Viele Hersteller fahren deshalb ein Hybrid-Modell: Volumenartikel über Vendor, margenstarke oder saisonale Produkte über Seller mit eigener Preishoheit. Wie das im Detail aussieht, klären wir in der Verkäuferberatung.

Leistungen

Was wir in Vendor Central für dich übernehmen

01

Chargeback-Management

Wir werten die Abzüge nach Ursache aus, widersprechen dort, wo Datenfehler oder falsch angewandte Regeln vorliegen, und beheben die Ursachen im Prozess, damit sie nicht wiederkehren.

02

Fehlmengen und Rechnungsklärung

Systematische Nachverfolgung offener Beträge mit Nachweisen. Das ist mühsame Kleinarbeit, die sich bei laufendem Volumen schnell rechnet.

03

Vorbereitung des Jahresgesprächs

Wir stellen deine Verhandlungsposition zusammen: Abverkauf, Verfügbarkeit, offene Forderungen und die Entwicklung deiner Konditionen. Mit Zahlen verhandelt es sich anders.

04

Bestellungen und Verfügbarkeit

Überwachung von Bestellungen, Bestätigungsquoten und Lieferfähigkeit. Nicht bestätigte oder verspätete Positionen kosten dich Sichtbarkeit und Vertrauen beim Einkauf.

05

Content und Markenschutz

Titel, Bilder, A-plus-Inhalte und Brand Store, dazu die laufende Kontrolle gegen fremde Änderungen. Mehr dazu bei Storefront und Branding.

06

Werbung aus der Vendor-Konsole

Kampagnensteuerung mit den Formaten, die Vendoren offenstehen, inklusive Amazon DSP. Unser Referenzfall lief genau über diesen Weg.

Warum Bare Marketing

Wir kennen Vendor nicht aus einer Schulung

Wir kommen von der Herstellerseite. Vor der Agenturgründung lag die Verantwortung für E-Commerce in der DACH-Region bei einem Hersteller aus Haus und Garten, mit Amazon Seller und Vendor parallel. Wir kennen den Druck im Unternehmen, nicht nur die Agentursicht.

Unser stärkster Beleg ist ein Vendor-Fall. 888.454 Euro Werbeumsatz bei 9,16 Prozent ACOS und einem ROAS von 10,9, gesteuert über die Vendor-Konsole im Hybrid-Modell.

Wir rechnen die Reibung mit ein. Chargebacks, Fehlmengen und Konditionen gehören in dieselbe Rechnung wie Umsatz und Werbekosten. Wer nur auf den Umsatz schaut, übersieht, wo die Marge verschwindet.

Wir versprechen keine Sonderbehandlung. Niemand kann dir garantieren, dass Amazon Forderungen zurücknimmt. Was wir liefern, sind belastbare Zahlen, saubere Dokumentation und Beharrlichkeit.

Ablauf

In vier Schritten zu einem sauberen Vendor-Konto

1

Bestandsaufnahme

Wir sichten Abzüge, offene Forderungen, Bestellhistorie, Verfügbarkeit und Content und beziffern, was aktuell verloren geht.

2

Aufräumen

Widersprüche zu Chargebacks und Fehlmengen, Korrektur der Produktdaten und Behebung der Ursachen im Lieferprozess.

3

Steuerung

Laufende Überwachung von Bestellungen, Verfügbarkeit und Kennzahlen, dazu Content und Werbung.

4

Verhandlung

Vorbereitung des Jahresgesprächs mit belegter Argumentation statt Bauchgefühl.

Häufige Fragen

Was Vendoren uns am häufigsten fragen

Was ist der Unterschied zwischen Vendor und Seller?

Als Vendor verkaufst du an Amazon, Amazon verkauft weiter an den Endkunden. Das Angebot trägt den Hinweis „Verkauf und Versand durch Amazon”, die Preishoheit liegt bei Amazon. Als Seller verkaufst du direkt an den Endkunden, behältst Preishoheit und Marge, trägst aber Versand, Service und Retouren. Vendor ist nur auf Einladung zugänglich, Seller steht jedem offen.

Was sind Chargebacks und kann man sie zurückholen?

Chargebacks sind automatische Abzüge, die Amazon vornimmt, wenn eine Lieferung von den Vorgaben abweicht, etwa bei falscher Etikettierung, zu schweren Kartons, fehlerhaftem Lieferavis oder verspäteter Anlieferung. Widersprüche haben vor allem dann Aussicht auf Erfolg, wenn Datenfehler oder eine falsch angewandte Regel vorliegen. Bei tatsächlichen Prozessfehlern ist die Rückholung unwahrscheinlich, dort hilft nur, die Ursache abzustellen.

Wie bereite ich mich auf das Jahresgespräch vor?

Mit Zahlen, und zwar früh. Sinnvoll sind die Entwicklung deiner Konditionen der letzten Jahre, deine Abverkaufs- und Verfügbarkeitsdaten sowie eine Aufstellung offener Forderungen aus Fehlmengen und Chargebacks. Wer beziffern kann, was noch aussteht, hat in der Verhandlung ein Gegengewicht. Ohne diese Vorbereitung bleibt nur, das vorgelegte Angebot zu bewerten.

Kann ich als Vendor überhaupt noch Einfluss auf den Preis nehmen?

Direkt nicht, die Preishoheit liegt bei Amazon. Indirekt schon: über deine Einkaufskonditionen, über die Preisgestaltung in anderen Kanälen und darüber, welche Artikel du überhaupt über Vendor anbietest. Genau deshalb entscheiden sich viele Hersteller für ein Hybrid-Modell und behalten margenkritische Produkte im eigenen Seller-Konto.

Wann werde ich als Vendor bezahlt?

Die Zahlungsziele sind deutlich länger als bei Seller-Auszahlungen und liegen üblicherweise im Bereich von zwei bis drei Monaten, abhängig von deinen Konditionen. Das ist bei der Liquiditätsplanung relevant, gerade wenn Amazon große Bestellungen mit kurzem Lieferfenster auslöst. Abzüge aus Chargebacks und Fehlmengen kommen zusätzlich vom Rechnungsbetrag herunter.

Amazon bestellt plötzlich nicht mehr. Was tun?

Ausbleibende Bestellungen haben meist nachvollziehbare Ursachen: schwacher Abverkauf, hohe Lagerbestände bei Amazon, Margenprobleme auf Amazons Seite oder ein Artikel, der aus der Sortimentsplanung gefallen ist. Wir schauen uns Abverkaufsdaten und Verfügbarkeit an, bevor wir eskalieren. Manchmal ist die richtige Antwort, den Artikel zusätzlich über ein Seller-Konto anzubieten.

Kann ich vom Vendor- ins Seller-Modell wechseln?

Grundsätzlich ja, und einige Hersteller tun das bewusst, um Preishoheit und Marge zurückzugewinnen. Der Wechsel ist aber kein Schalter: Logistik, Kundenservice und Retourenabwicklung müssen aufgebaut werden, und der Inhalt der Produktseiten muss übertragen werden. Wir rechnen beide Szenarien durch, bevor du dich entscheidest.

Betreut ihr auch Vendoren in anderen Ländern?

Ja. Vendor-Konten lassen sich über mehrere europäische Märkte hinweg führen, wobei Konditionen und Ansprechpartner je Land abweichen können. Was dabei zu beachten ist, steht auf unserer Seite zur Amazon Internationalisierung.

Lass uns auf deine Vendor-Zahlen schauen

Im kostenlosen Erstgespräch sehen wir uns Abzüge, offene Forderungen und Bestellverhalten an und beziffern, was aktuell verloren geht. Konkret, ehrlich und ohne Verkaufsdruck.

Unkompliziert per Google Meet. Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags.