
Inhalt dieses Beitrags
- Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Was ist der Otto Marktplatz?
- Was kostet der Otto Marktplatz 2026?
- Welche Voraussetzungen musst du für Otto erfüllen?
- Welche Produkte verkaufen sich auf Otto am besten?
- Otto oder Amazon: Was passt zu deinem Sortiment?
- Wie läuft der Start auf Otto ab, und wie lange dauert er?
- Brauchst du auf Otto Werbung, und was ändert der KI-Assistent?
- Brauchst du eine Agentur für den Otto Marktplatz?
- Häufige Fragen zum Otto Marktplatz
- Wie wir dich unterstützen
- Quellen
- Verwandte Links
Stand: 12. Oktober 2026. Gebühren, Provisionen und Voraussetzungen geprüft auf otto.market und sell.amazon.de von Agnieszka Paul, Geschäftsführerin von Bare Marketing.
Der Otto Marktplatz (offiziell OTTO Market) ist der Teil von otto.de, auf dem geprüfte Händler und Hersteller ihre Produkte neben dem OTTO-Sortiment verkaufen. Er kostet laut OTTO 99,90 Euro Grundgebühr im Monat plus eine Provision von 7 bis 22 Prozent je Warengruppe, in der die Payment-Gebühr von 2,7 Prozent schon steckt (otto.market, Stand der Provisionen 1. April 2026). Für Werkzeug, Garten, Sportgeräte und Küche ist die Otto-Provision damit so hoch wie die Verkaufsgebühr auf Amazon.de, teurer wird Otto vor allem über die Grundgebühr und in einzelnen Warengruppen wie Möbel (eigene Rechnung, Stand 12. Oktober 2026).
Dieser Beitrag beantwortet die Fragen, die Geschäftsführer kleiner Hersteller vor dem Start stellen: Was kostet es wirklich? Komme ich überhaupt rein? Passt mein Sortiment? Und lohnt sich Otto neben Amazon, mit oder ohne Agentur?
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Kosten: 99,90 Euro Grundgebühr im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, dazu 7 bis 22 Prozent Provision je Warengruppe, inklusive 2,7 Prozent Payment-Gebühr (otto.market, Stand 1. April 2026).
- Provision im Vergleich: In Werkzeug, Garten, Sport, Küche und Elektronik ist die Otto-Provision gleich hoch wie bei Amazon.de. Bei Möbeln und Kfz-Zubehör ist Otto teurer (eigene Rechnung, Stand 12. Oktober 2026).
- Zugang: OTTO prüft jede Bewerbung einzeln. Zugelassen sind Unternehmen mit Sitz in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich und Frankreich, Dänemark folgt als Pilot. Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind ausgeschlossen.
- Reichweite: otto.de hatte im Geschäftsjahr 2025/26 rund 12,6 Millionen aktive Kundinnen und Kunden und rund 6.100 Marktplatz-Partner (OTTO-Bilanz, berichtet am 27. März 2026).
- Start: Die Legitimationsprüfung durch OTTO Payments dauert bis zu 15 Werktage, die Grundgebühr läuft ab der Anbindung. Ohne saubere Produktdaten mit EAN kommst du nicht weit.

Was ist der Otto Marktplatz?
Der Otto Marktplatz ist das Plattformgeschäft von otto.de: Externe Partner verkaufen dort unter eigenem Namen, OTTO stellt Shop, Kundschaft und Zahlungsabwicklung. Laut OTTO-Bilanz für das Geschäftsjahr 2025/26 stieg der Plattformumsatz um 6 Prozent auf rund 7,5 Milliarden Euro, das Marktplatzgeschäft wuchs um 9 Prozent (Onlinehändler News, 27. März 2026). Laut Fachpresse entfallen inzwischen rund 40 Prozent des Volumens auf den Marktplatz (retail-news.de, März 2026).
Für dich als Hersteller heißt das: Du bist Verkäufer gegenüber den Endkunden. Du versendest selbst aus deinem Lager, nimmst Retouren an und beantwortest Kundenanfragen auf Deutsch. OTTO kassiert über die eigene Tochter OTTO Payments, trägt das Zahlungsausfallrisiko und zahlt dein Guthaben jeden Donnerstag aus, mit einer Fälligkeit von 14 Tagen (otto.market, Abrechnung). Deine Kundschaft kann auf Rechnung und in Raten zahlen, was bei OTTO traditionell beliebt ist.
Ein Wort zu den Kundenzahlen, weil im Netz verschiedene kursieren: Die Bilanz nennt 12,6 Millionen aktive Kunden, die Verkäuferseite otto.market wirbt mit „über 13 Millionen“, eine OTTO-Seite vom Juni 2026 mit „über zwölf Millionen“. Wir rechnen mit der Bilanzzahl. Wie Otto im Vergleich zu Kaufland, eBay und ManoMano dasteht, zeigt unser Marktplatzvergleich 2026.
Was kostet der Otto Marktplatz 2026?
Auf dem Otto Marktplatz zahlst du 99,90 Euro Grundgebühr im Monat und eine Provision je Warengruppe, in der die Payment-Gebühr von 2,7 Prozent bereits enthalten ist (otto.market, Stand 1. April 2026). Die Grundgebühr gilt unabhängig von der Zahl deiner Artikel, der Vertrag ist mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar. Die Gebühr fällt an, sobald du technisch verkaufen kannst, auch wenn noch kein Produkt online ist. Seit dem 1. August 2024 liegt sie bei 99,90 Euro, vorher waren es 39,90 Euro (Onlinehändler News, 19. Juni 2024).
Die Provision fällt auf den Bruttoverkaufspreis an und auch auf die Versandkosten. Für die Versandkosten nennt OTTO in seiner Händlerpräsentation vom Juli 2026 einen eigenen Satz von 16 Prozent zuzüglich Umsatzsteuer. Wer kostenlosen Versand anbietet, hat diesen Posten nicht.
Für die Warengruppen unserer Zielgruppe sieht das so aus. Die Beträge haben wir selbst gerechnet, mit einem typischen Verkaufspreis je Warengruppe und ohne Versandkosten:
| Warengruppe | Beispielpreis | Otto Provision | Otto in Euro | Amazon.de Verkaufsgebühr | Amazon in Euro |
|---|---|---|---|---|---|
| Werkzeuge & Maschinen | 89 € | 13 % | 11,57 € | 13 % (Werkzeuge und Heimwerkerbedarf) | 11,57 € |
| Garten | 149 € | 15 % | 22,35 € | 15 % (Rasen und Garten) | 22,35 € |
| Sportgeräte & Outdoor | 79 € | 15 % | 11,85 € | 15 % (Sport und Outdoor) | 11,85 € |
| Küche & Haushaltswaren | 39 € | 15 % | 5,85 € | 15 % (Küche) | 5,85 € |
| Elektronik | 199 € | 7 % | 13,93 € | 7 % (Unterhaltungselektronik) | 13,93 € |
| KFZ & Mobilität | 120 € | 15 % | 18,00 € | 15 % bis 50 €, 9 % darüber (Automobil und Motorsport) | 13,80 € |
| Möbel | 400 € | 19 % bis 150 €, 18 % bis 500 € | 73,50 € | 15 % bis 200 €, 10 % darüber | 50,00 € |
| Monatliche Grundgebühr | 99,90 € | 39,00 € |
Quellen: otto.market Sortimente-Übersicht (Provisionen Stand 1. April 2026, inklusive 2,7 % Payment-Gebühr); sell.amazon.de Preisgestaltung, abgerufen am 12. Oktober 2026 (Professional-Tarif, Mindestgebühr 0,30 € je Artikel). Alle Gebühren zuzüglich Umsatzsteuer. Die Kategorien beider Marktplätze sind nicht deckungsgleich, entscheidend ist die Zuordnung deines konkreten Produkts.

Unterm Strich zahlst du auf Otto in den meisten Hersteller-Warengruppen dieselbe Provision wie auf Amazon und 60,90 Euro mehr Grundgebühr im Monat, also 730,80 Euro im Jahr. Eine einfache Rechnung hilft bei der Entscheidung: Bei 25 Prozent Deckungsbeitrag nach Provision brauchst du rund 400 Euro Otto-Umsatz im Monat, nur um die Grundgebühr zu verdienen. Was du zusätzlich für Werbung einplanen solltest und wie du Preise auf mehreren Marktplätzen stabil hältst, steht in unserem Beitrag zum Margenschutz im Marktplatz-Repricing.
Welche Voraussetzungen musst du für Otto erfüllen?
OTTO lässt nur Unternehmen mit Sitz in Deutschland oder einem freigeschalteten EU-Land auf den Marktplatz und prüft jede Bewerbung einzeln (otto.market, Checkliste, Stand Oktober 2026). Die wichtigsten Punkte:
- Rechtsform und Sitz: Deutsche Unternehmen brauchen eine deutsche Rechtsform, eine eigene deutsche Umsatzsteuer-ID und den Firmensitz in Deutschland. Zugelassen sind unter anderem GmbH, UG, KG, GmbH & Co. KG, OHG, e.K., GbR und Einzelunternehmen ohne Handelsregistereintrag. Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind ausgeschlossen, ebenso Organschaften, die nur die Umsatzsteuer-ID des Organträgers nutzen.
- EU-Unternehmen: Firmen aus den Niederlanden, Polen, Österreich und Frankreich können sich bereits registrieren, wenn sie am OSS-Verfahren teilnehmen. Dänemark startet im November als Pilot mit ausgewählten Partnern. Österreichische Hersteller brauchen die Rechtsform AG, GmbH oder OG. Die Schweiz steht nicht auf der Liste.
- Lager und Retouren: Du versendest aus einem Lager in Deutschland oder der EU. Retouren nimmst du in Deutschland oder in acht ausgewählten EU-Ländern an.
- Kundenservice: Deutschsprachig, Anfragen innerhalb von 48 Stunden an Werktagen beantworten (OTTO-Händlerpräsentation, Juli 2026).
- Produkte: Ausschließlich Neuware, jedes Produkt mit EAN. Dazu kommen OTTOs Nachhaltigkeitsvorgaben, etwa kein PVC in Verpackungen und Textilien und keine Leuchtstoffröhren.
- Pflichtangaben: Registrierung nach Verpackungsgesetz, bei Elektrogeräten die Angaben nach ElektroG und WEEE-Nummer.
Die Messlatte liegt bewusst höher als bei Amazon. Mehr Prüfung heißt aber auch: weniger Billigkonkurrenz in deiner Warengruppe. Bevor du Unterlagen sammelst, lohnt ein kurzer Blick, ob deine Produktgruppe auf otto.de überhaupt verkaufsfähig ist. Wie schnell man dabei falsch liegen kann, zeigt unsere Stichprobe 843 Treffer, kein einziges Produkt.
Welche Produkte verkaufen sich auf Otto am besten?
Eine offizielle Bestsellerliste veröffentlicht OTTO nicht. Die Bilanz zeigt aber, wo es wächst: Fashion & Sports legten im Geschäftsjahr 2025/26 um 9 Prozent zu, Home & Living um 7 Prozent (Onlinehändler News, 27. März 2026). Zugelassen sind acht Sortimentsbereiche, von Drogerie über Garten & Heimwerken und Sport & Freizeit bis Technik & Medien. Für haltbare Lebensmittel und Tiernahrung hat OTTO die Provision zum 1. Juli 2026 von 15 auf 10 Prozent gesenkt.
Aus unseren eigenen Prüfungen leiten wir drei Faustregeln ab:
- Funktioniert gut: Produkte, für die es auf otto.de eine ausgebaute Kategorie mit Filtern gibt. In unseren Prüfungen Mitte September 2026 hatten etwa eine Angel- und eine Rutenmarke eigene Markenseiten mit Filter, Modellbahnhersteller fanden ihre Zubehörkategorie.
- Funktioniert schlecht: Produkte, für die es keine passende Kategorie gibt. Die Suche nach „Vaporizer“ lieferte am 17. September 2026 auf Otto 843 Treffer, darunter kein einziges passendes Gerät.
- Rechnet sich: Produkte im mittleren und oberen Preisbereich. Die Grundgebühr ist fix, die Provision prozentual, bei 15-Euro-Artikeln brauchst du sehr viele Bestellungen, bis sich 99,90 Euro im Monat tragen.
Für Hersteller aus Werkzeug, Garten, Sport und Haushalt passen die Provisionen von 13 bis 15 Prozent gut. Ob dein Katalog dafür bereit ist, verrät oft schon der Zustand auf Amazon: In unserem Marktplatz-Audit mit zehn Herstellerkatalogen führten vier von zehn Marken Artikel in einer fachfremden Kategorie. Diese Fehler wandern beim Export auf Otto einfach mit.
Otto oder Amazon: Was passt zu deinem Sortiment?
Für die meisten Hersteller lautet die Antwort nicht Otto oder Amazon, sondern Amazon zuerst und Otto als zweiter Marktplatz, weil die Provision in Werkzeug, Garten und Sport gleich hoch ist, die Grundgebühr bei Otto aber 99,90 statt 39 Euro beträgt (otto.market und sell.amazon.de, Stand Oktober 2026). Otto lohnt sich dann, wenn du dort Kundschaft erreichst, die du auf Amazon nicht bekommst, und wenn deine Produktdaten den strengeren Anforderungen standhalten.
| Merkmal | Otto Marktplatz | Amazon.de |
|---|---|---|
| Grundgebühr | 99,90 € im Monat | 39 € im Monat (Professional) |
| Provision | 7 bis 22 %, inkl. 2,7 % Payment | je Kategorie, meist 7 bis 15 % |
| Zugang | Bewerbung, individuelle Prüfung | Selbstregistrierung |
| Logistik | eigener Versand aus DE oder EU, zugelassene Paketdienste | eigener Versand oder Versand durch Amazon (FBA) |
| Werbung | Sponsored Product Ads und Display Ads über OTTO Advertising | Sponsored Products, Brands, Display |
Zwei Unterschiede wiegen für kleine Hersteller schwerer als jede Gebühr. Erstens die Logistik: Laut OTTO bist du als Partner für die gesamte Logistik selbst verantwortlich. Ein Programm wie Versand durch Amazon (FBA) beschreibt OTTO auf seinen Verkäuferseiten nicht, du versendest mit DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS selbst oder über einen Logistikdienstleister. Zweitens die Sichtbarkeit: Auf Amazon landet ein Teil deiner Markensuchen bei der Konkurrenz, wie unsere Stichprobe Wer dich auf Amazon sucht, landet bei der Konkurrenz zeigt. Auf Otto ist das Umfeld kleiner und geprüfter. Wer Amazon sauber aufgestellt hat und einen zweiten Kanal sucht, sollte außerdem Kaufland prüfen, für Baumarkt- und Gartensortimente auch ManoMano.
Wie läuft der Start auf Otto ab, und wie lange dauert er?
Der Start auf dem Otto Marktplatz läuft in zehn Schritten von der Bewerbung bis zur Testbestellung, und allein die Legitimationsprüfung durch OTTO Payments kann bis zu 15 Werktage dauern (otto.market, Anmeldung, Stand Oktober 2026). Vorher prüft OTTO deine Bewerbung persönlich, was laut OTTO „gelegentlich etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen“ kann. Eine verbindliche Gesamtdauer nennt OTTO nicht. Plane deshalb mit mehreren Wochen und nutze sie für die Produktdaten.

- Bewerben über das Registrierungsformular auf otto.market.
- Zugang erhalten zum Partner-Portal OTTO Partner Connect, Zwei-Faktor-Anmeldung einrichten.
- Verträge bestätigen: Nutzungsbedingungen mit OTTO und Zahlungsdiensterahmenvertrag mit OTTO Payments.
- Legitimation: Unternehmens- und Personenprüfung, Bonität, Risikoklasse. Ab erfolgreicher Anbindung läuft die Grundgebühr.
- Firmen- und Logistikdaten ergänzen: Steuerdaten, Impressum, Verpackungsgesetz, Versandprofile mit Bearbeitungszeit und Cut-off-Zeit.
- Produkte anlegen, manuell im Portal oder über die OTTO Market API, häufig über einen angebundenen Dienstleister. Danach eine Testbestellung.
Der häufigste Engpass ist Schritt 6. OTTO verlangt vollständige Attribute, und genau diese Daten nutzt seit März 2026 auch der KI-Assistent in der OTTO-App. Prüf vorher deine Titel: Was wir in Amazon-Titel auf 75 Zeichen beschreiben, gilt für Otto genauso. Wer noch vor dem Weihnachtsgeschäft live sein will, findet die Fristen in unseren 10 Maßnahmen für das Weihnachtsgeschäft 2026.
Brauchst du auf Otto Werbung, und was ändert der KI-Assistent?
Werbung ist auf Otto keine Pflicht, wird aber wichtiger: Der werbeinduzierte Umsatz über OTTO Advertising wuchs im Geschäftsjahr 2025/26 um 49 Prozent (Onlinehändler News, 27. März 2026). Für den Einstieg empfiehlt OTTO selbst Sponsored Product Ads, die du im Self Service im Partner-Portal buchst und pro Klick bezahlst, vergeben in Echtzeit-Auktionen (OTTO-Händlerpräsentation, Juli 2026). Dazu kommen Sponsored Display Ads, Rabattaktionen und Rich Content mit zusätzlichen Bildern und Texten auf der Produktseite. Wie du Kampagnen auf Otto aufsetzt, zeigt unsere Seite zur Werbung auf OTTO mit Sponsored Product Ads.
Die zweite Veränderung betrifft die Suche selbst. Seit Anfang März 2026 berät ein KI-Assistent auf Basis von Googles Gemini in der OTTO-App, gespeist aus Daten zu über 19 Millionen Artikeln (otto.de, 3. Juni 2026). Frederike Del Castillo, Head of Insights Management bei OTTO, sagt dazu: „In einem von KI getriebenen Commerce-Umfeld ist es wichtiger denn je, maschinenlesbar zu sein.“ Unsere Einschätzung für Hersteller: Wer Attribute wie Material, Maße, Leistung und Einsatzbereich vollständig pflegt, gibt dem Assistenten das Material für eine Empfehlung. Ein schöner Fließtext allein reicht dafür nicht.
Brauchst du eine Agentur für den Otto Marktplatz?
Eine Agentur lohnt sich auf dem Otto Marktplatz erst, wenn der erwartete Mehrumsatz ihre Kosten deutlich übersteigt. Die Rechnung dafür ist einfach: Agenturhonorar plus 99,90 Euro Grundgebühr, geteilt durch deinen Deckungsbeitrag, ergibt den Otto-Umsatz, den du im Monat mindestens brauchst. Bei 25 Prozent Deckungsbeitrag ist das das Vierfache der monatlichen Kosten. Rechne es mit deiner eigenen Marge nach.
Ehrlich gesagt: Wenn du zehn Artikel hast und auf Amazon noch keine stabilen Verkäufe, fang nicht mit Otto an und nicht mit einer Agentur. Bring zuerst deinen Katalog in Ordnung. Eine Agentur rechnet sich, wenn du bereits auf Amazon verkaufst, dein Sortiment diesen Mindestumsatz auf Otto realistisch tragen kann und du Otto als zweiten Kanal aufbauen willst, ohne dafür intern eine Stelle zu schaffen.
Wenn du eine Agentur suchst, die beim Verkaufen auf otto.de hilft, achte auf diese fünf Punkte:
- Otto-Erfahrung mit Belegen: Kann sie Onboarding, Partner-Portal und OTTO Market API aus eigener Arbeit erklären?
- Datenkompetenz: Wer baut Attribute und Kategorien sauber auf, statt nur Amazon-Daten zu kopieren?
- Werbung auf OTTO: Betreut sie Sponsored Product Ads auf Otto, nicht nur Amazon-Kampagnen?
- Mehrere Marktplätze: Plant sie Otto zusammen mit Amazon und Kaufland, inklusive Preislogik?
- Offene Preise und Laufzeit: Weißt du vorher, was es kostet und wie lange du gebunden bist?
Wie wir das als Otto-Agentur für Hersteller umsetzen, steht auf unserer Leistungsseite, offene Preise findest du unter Pakete und Preise.
Häufige Fragen zum Otto Marktplatz
Wie viel kostet es, auf Otto zu verkaufen?
99,90 Euro Grundgebühr im Monat plus eine Provision von 7 bis 22 Prozent je Warengruppe, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. Die Payment-Gebühr von 2,7 Prozent ist in der Provision enthalten. Für Werkzeuge und Baumarkt sind es 13 Prozent, für Garten, Sportgeräte und Küche 15 Prozent (otto.market, Stand 1. April 2026).
Brauche ich ein Lager in Deutschland?
Nein. Du kannst aus einem Lager in Deutschland oder der EU versenden. Retouren nimmst du in Deutschland oder in Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Spanien oder Tschechien an, für Retouren ins EU-Ausland nur mit DHL eCommerce.
Kann ich als Hersteller aus Österreich oder der Schweiz auf Otto verkaufen?
Aus Österreich ja, mit der Rechtsform AG, GmbH oder OG, österreichischer Umsatzsteuer-ID und Teilnahme am OSS-Verfahren. Unternehmen aus der Schweiz nennt OTTO bei den zugelassenen Ländern derzeit nicht (Stand 12. Oktober 2026).
Welche Agentur hilft beim Verkaufen auf otto.de?
Es gibt mehrere spezialisierte Agenturen. Entscheidend sind belegte Otto-Erfahrung, saubere Produktdaten, Betreuung von OTTO Advertising und offene Preise. Bare Marketing betreut Hersteller mit 5 bis 50 Mitarbeitenden auf Otto, Amazon und Kaufland, Details auf unserer Seite Otto-Agentur: Start und Betreuung auf OTTO Market.
Wann zahlt OTTO mein Geld aus?
Jeden Donnerstag, mit einer Fälligkeit von 14 Tagen. Grundgebühr und Provisionen verrechnet OTTO Payments direkt mit deinem Guthaben.
Wie wir dich unterstützen
Bare Marketing ist eine Marktplatz-Agentur aus Frankfurt, die Hersteller mit 5 bis 50 Mitarbeitenden auf Amazon, Kaufland und Otto aufbaut. Bevor du dich bei OTTO bewirbst, prüfen wir im kostenlosen 30-Minuten-Marktplatz-Check, ob deine Warengruppe auf otto.de verkaufsfähig ist, welche Provision für deine Produkte gilt und ob sich die Grundgebühr bei deinem Sortiment rechnet. Wenn nicht, sagen wir dir das.
Wenn es passt, übernehmen wir den Start und die laufende Betreuung als Otto-Agentur für den Marktplatzstart, auf Wunsch zusammen mit Amazon und Kaufland. Unsere Leistungen findest du unter Pakete und Preise, direkt erreichst du uns über Kontakt.
Quellen
- OTTO Market: Startseite und Grundvoraussetzungen, Sortimente-Übersicht mit Provisionen (Stand 1. April 2026, Lebensmittel 1. Juli 2026), Formalien, Anmeldung, Versand und Retouren, Checkliste, FAQ, Abrechnung, Marketing Services, alle abgerufen am 12. Oktober 2026
- OTTO Market Präsentation vom 24. Juli 2026 (Versandkosten-Provision, Kundenservice, Onboarding-Schritte)
- Onlinehändler News: Otto-Geschäftszahlen 2025/26, 27. März 2026; Otto erhöht erneut Gebühren, 19. Juni 2024
- retail-news.de: OTTO Umsatz 2025/26, Marktplatz-Wachstum, März 2026
- OTTO: AI Commerce bei OTTO, 1. Juni 2026; Einkaufen im Dialog, 3. Juni 2026
- Amazon: Preisgestaltung auf sell.amazon.de, abgerufen am 12. Oktober 2026
- Bare Marketing: eigene Stichprobe auf Otto.de, Kaufland.de und Amazon.de vom 17. September 2026; eigene Provisionsrechnung vom 12. Oktober 2026
Aktualisiert am 12. Oktober 2026: Gebühren, Provisionen, Voraussetzungen und Zahlen auf den Stand Oktober 2026 gebracht, Vergleich mit Amazon nach Warengruppen ergänzt.
Verwandte Links
- 843 Treffer, kein einziges Produkt: Gibt es deine Kategorie auf Otto und Kaufland überhaupt?
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- Wir haben zehn Herstellermarken auf Amazon, Kaufland und Otto geprüft. Kein einziger Katalog war sauber.
- Weihnachtsgeschäft 2026: 10 Maßnahmen für Amazon, Kaufland und Otto
- Marktplatzvergleich 2026: Amazon, Kaufland, OTTO, eBay und ManoMano im Vergleich



